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Anleihe-ETF, iBonds oder Geldmarkt-ETF: Wann du welchen brauchst

Anleihe-ETF, iBonds oder Geldmarkt-ETF: Wann du welchen brauchst

Du kennst mich ja: Aktien sind meine große Leidenschaft. Aber es gibt Situationen, in denen die Aktie eben nicht passt, sondern ein Anleihe-ETF genau das Richtige ist. Nicht weil Anleihen aufregender wären als Aktien, sondern weil sie etwas anderes können: Planbarkeit. Feste Zinsen. Ruhiger Schlaf.

Das Problem? „Anleihe-ETF“ ist ein Sammelbegriff für drei sehr unterschiedliche Produkte. Klassischer Anleihe-ETF, iBonds und Geldmarkt-ETF klingen ähnlich, sind aber für ganz verschiedene Situationen gemacht. Wer das nicht weiß, greift schnell zum falschen Instrument und wundert sich dann, warum der Kurs schwankt oder die Rendite nicht so planbar ist wie erhofft.

Anleihe-ETF, iBonds und Geldmarktfonds

Was du mit einem Anleihe-ETF eigentlich kaufst

Kurz zur Basis:

Eine Anleihe funktioniert ganz anders als eine Aktie. Denn statt Unternehmerin zu werden, vergibst du einen Kredit an einen Staat oder ein Unternehmen, das die Anleihe herausgibt. Im Gegenzug bekommst du während der Laufzeit regelmäßige Zinszahlungen (Kupon genannt) und am Ende dein Geld zurück. Planbar, verlässlich, und ja, ein bisschen langweilig.

Beim Kauf einer Anleihe vergibst du einen Kredit an einen Staat oder ein Unternehmen, und bekommst dafür regelmäßige Zinszahlungen sowie am Ende der Laufzeit dein gesamtes investiertes Kapital zurück.

Ein ETF auf Anleihen funktioniert wie jeder andere ETF auch: Du kaufst mit einem einzigen Produkt einen ganzen Korb aus Wertpapieren, kostengünstig und transparent. Weil Anleihen aber eine feste Laufzeit haben, entstehen durch diese Eigenschaft verschiedene ETF-Konstruktionen, die sich grundlegend unterscheiden. Welche für dich passt, hängt davon ab, was du mit deinem Geld vorhast.

Anleihen haben eine feste Laufzeit. Daraus ergeben sich drei ETF-Typen, die ganz verschieden mit der Laufzeit umgehen.

>> Mehr zum Thema Anleihen allgemein habe ich in einem weiteren Beitrag aufgeschrieben. Dort findest du auch Antwort auf die Frage, wie sicher Anleihen sind und wie du sie noch sicherer machen kannst.

Drei Typen, drei Situationen: Welcher passt zu dir?

Klassischer Anleihe-ETF: der langfristige Portfoliobaustein

Ein klassischer Anleihe-ETF bildet einen Anleihenindex nach. Er hat keine feste Laufzeit, sondern läuft unbegrenzt, genau wie ein Aktien-ETF. Auslaufende Anleihen werden automatisch verkauft und durch neue ersetzt. Du kannst ihn kaufen und dauerhaft im Depot halten.

Du erkennst ihn am Begriff „Bond“ im Namen. „Corp Bond“ steht für Unternehmensanleihen, „Govt Bond“ für Staatsanleihen. Es gibt ihn mit und ohne Währungsabsicherung, nach ESG-Kriterien gefiltert, mit Fokus auf bestimmte Regionen oder Laufzeiten.

Klassische Anleihe-ETF haben eine unbegrenzte Laufzeit.

Dieser Typ ist für dich geeignet, wenn du Anleihen als langfristigen Baustein neben deinen Aktien-ETFs haben möchtest, ohne ein konkretes Enddatum zu brauchen. Du profitierst von Kuponzahlungen, die je nach ETF ausgeschüttet oder thesauriert werden, und von möglichen Kurssteigerungen.

Aber hier kommt der Haken, den viele übersehen: Ein klassischer Anleihe-ETF ist nicht so sicher, wie er auf den ersten Blick klingt. In einer Phase steigender Leitzinsen werden die älteren Anleihen im Korb, die noch zu niedrigeren Zinsen ausgegeben wurden, am Markt unattraktiver. Der Kurs des ETF fällt. Du profitierst außerdem nicht direkt von der Rückzahlung des Nennwerts, wie du es bei einer Einzelanleihe tätest. Das Kursrisiko bleibt also dauerhaft bestehen. Wer risikoarm in Anleihen investieren will, sollte sie bis zur Fälligkeit halten können, und genau dafür gibt es die iBonds.

Um von der Sicherheit von Anleihen zu profitieren, halte sie bis zur Fälligkeit!

iBonds: wenn du weißt, wann du das Geld brauchst

iBonds sind eine interessante Entwicklung in der ETF-Welt der letzten Jahre. Sie kombinieren die Streuung eines ETF mit der Planbarkeit einer Einzelanleihe.

Ein iBond enthält oft mehr als 300 verschiedene Anleihen, die alle zum selben Datum fällig werden. Der ETF tauscht diese Anleihen während der Laufzeit nicht aus, sondern hält sie bis zur Fälligkeit. Wenn das Datum erreicht ist, löst sich der ETF auf und du bekommst dein Geld automatisch auf dein Verrechnungskonto ausgezahlt. Genau so, wie du es von einer Einzelanleihe oder einem Festgeldkonto kennst.

Das Entscheidende: Die Rendite steht von Anfang an fest. Du weißt also schon beim Kauf ungefähr, was dich erwartet.

MerkmaliBondsklassischer Anleihe-ETF
FälligkeitJa, festes Enddatum (z.B. Dezember 2028)Nein, unbegrenzte Laufzeit
Rückzahlung zum NennwertJa, falls keine AusfälleNein, ETF läuft weiter
ZinszahlungenRegelmäßige Kuponzahlungen (ausschüttend oder thesaurierend)Regelmäßige Kuponzahlungen (ausschüttend oder thesaurierend)
ZinsrisikoSinkt mit Annäherung ans FälligkeitsdatumBesteht dauerhaft

Dieser Typ ist für dich geeignet, wenn du ein konkretes Finanzziel mit einem bestimmten Datum hast. Studiengebühren in drei Jahren, ein geplanter Hauskauf, ein Sabbatical 2027 oder einfach ein Betrag, den du nicht langfristig anlegen willst, aber auch nicht auf einem niedrig verzinsten Tagesgeldkonto liegen lassen möchtest. Ein iBond ist eine sehr gute Alternative zum Festgeld, mit dem Vorteil, dass du über viele Anleihen gestreut bist statt von einem einzigen Anbieter abhängig zu sein.

Nutze iBonds wie ein Festgeldkonto

Eine Auswahl an iBonds findest du bei justetf.com.

Geldmarkt-ETF: dein digitales Sparschwein

Ein Geldmarkt-ETF enthält ausschließlich kurzlaufende Papiere von sicheren Herausgebern: Schatzanweisungen, Termingelder oder Einlagenzertifikate mit Laufzeiten von wenigen Tagen bis maximal einem Jahr. Diese werden laufend ausgetauscht. Der Kurs ist deshalb extrem stabil, und die Rendite liegt sehr nah am aktuellen Leitzins der Europäischen Zentralbank.

>> Wie und warum das funktioniert, habe ich in meinem Beitrag über Anleihen Risiko und Kursschwankungen erklärt.

Geldmarkt-ETF nutzen diese Eigenschaft von Anleihen: je näher der Fälligkeitstermin rückt, desto mehr nähert sich der Kurs 100 % = dem Nennwert.

Damit verhält sich ein Geldmarkt-ETF fast wie ein Tagesgeldkonto, nur dass du direkt am Geldmarkt investiert bist statt bei einer Bank.

Dieser Typ ist für dich geeignet, wenn du Geld kurzfristig parken willst, bis du weißt, was du damit machst. Zum Beispiel: Du hast gerade ein Erbe oder eine Abfindung erhalten und brauchst ein paar Monate Zeit, bevor du eine langfristige Anlageentscheidung triffst. Oder du sparst auf etwas hin, das du in weniger als einem Jahr kaufen willst.

Nutze Geldmarkt-ETF wie ein Tagesgeldkonto.

Der Haken: Sobald die Leitzinsen fallen, fällt auch die Rendite des Geldmarkt-ETF, praktisch sofort. Für langfristiges Investieren ist er deshalb nicht gemacht. Eine Auswahl findest du bei extraetf.com.

Noch kurz zum Währungsrisiko

Viele Anleihe-ETF, besonders solche mit Unternehmensanleihen, enthalten Papiere in US-Dollar. Wenn du als Europäerin in einen solchen ETF investierst, ohne es zu merken, hast du plötzlich ein Währungsrisiko im Depot. Steigt der Dollar, profitierst du. Fällt er, frisst das deine Rendite auf. Das hat dann nichts mehr mit dem zu tun, weshalb du Anleihen gekauft hast.

Die gute Nachricht: Es gibt Anleihe-ETF mit Währungsabsicherung, erkennbar am Zusatz „EUR Hedged“ im Namen. Diese sichern das Wechselkursrisiko ab, kosten dafür aber etwas mehr an laufenden Gebühren.

Um von der Planbarkeit von Anleihen zu profitieren, reduziere auch das Währungsrisiko!

Für wen ist das relevant? Vor allem für dich, wenn du einen iBond oder klassischen Anleihe-ETF in Dollar oder Pfund kaufst und planbare Rendite willst. Wer Planbarkeit sucht, sollte das Währungsrisiko rausnehmen und zur EUR Hedged Variante greifen. Wer bewusst auf den Dollar setzen will, lässt es weg. Beides ist okay, wenn es eine bewusste Entscheidung ist.

Wie passen Anleihe-ETF in dein Depot?

Bevor du jetzt loslegst und einen Anleihe-ETF kaufst, hier meine ehrliche Einschätzung: Aktien sind und bleiben die Anlageklasse mit der höchsten Rendite. Wenn du Vermögen aufbaust, sind Aktien-ETF dein wichtigstes Werkzeug. Daran ändert sich nichts.

Anleihen spielen eine andere Rolle. Sie schützen das Vermögen, das du bereits aufgebaut hast. Deshalb macht es Sinn, den Anleihe-Anteil im Depot mit dem Alter zu erhöhen. Wer noch 30 Jahre bis zur Rente hat, braucht kaum Anleihen. Wer in zehn Jahren auf sein Depot angewiesen ist, denkt anders darüber nach.

>> Wenn du noch nicht weißt, ob Anleihen überhaupt zu deiner Situation passen, lies zuerst hier: Wie sicher sind Anleihen wirklich?

Wie viel Anleihe-ETF in dein Depot gehört, hängt also von deinem Alter, deiner Lebenssituation und deiner Risikofreude ab. Genau das machen wir gemeinsam in meinem Pinkvest Portfolio Programm: Wir stellen dein Depot so zusammen, dass es wirklich zu dir passt. Mit Aktien, ETF und, wenn es Sinn macht, auch mit Anleihen.

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Dein Geld braucht keinen Bankberater! Es braucht nur dich mit dem nötigen Wissen.

In meinem 4-wöchigen Gruppen-Programm lernst du, wie du dein Vermögen ETF-basiert über verschiedene Anlageklassen strukturierst: passend zu deinem Leben, deinen Zielen und größeren Entscheidungen wie Erbe oder Abfindung.
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Nach 4 Wochen triffst du deine Geldentscheidungen selbst!

iBonds im Detail: die eine Kennzahl, auf die es wirklich ankommt

Weil iBonds so viele Fragen aufwerfen, gehe ich hier noch etwas tiefer rein. Im Factsheet eines iBonds stehen mehrere Kennzahlen, aber die wichtigste ist genau eine: die Effektivverzinsung, auch YTM genannt (Yield to Maturity, also Rendite bis zur Fälligkeit).

Die YTM sagt dir, wie viel du jährlich erwarten kannst, wenn du heute kaufst und den iBond bis zur Fälligkeit hältst. Sie berücksichtigt den aktuellen Kaufpreis des ETF, die Kuponzahlungen der enthaltenen Anleihen und die Rückzahlung zum Nennwert. Damit ist sie die einzige Zahl, die wirklich zählt, denn sie enthält alle anderen relevanten Informationen bereits implizit. Kupon und Durchschnittskurs der enthaltenen Anleihen kannst du zusätzlich im Factsheet nachlesen, aber die YTM reicht für die Entscheidung.

Bei iBonds ist die Rendite vorab bekannt! Du findest sie im Factsheet.

Noch eine wichtige Sache zu Kursschwankungen: Ja, auch iBonds schwanken während der Laufzeit. Steigende Marktzinsen oder eine schlechtere Bonität einzelner Unternehmen im Korb können den Kurs kurzfristig drücken. Wenn du den iBond aber bis zur Fälligkeit hältst, sind diese Schwankungen irrelevant. Du bekommst am Ende dein Geld zurück, abzüglich der sehr unwahrscheinlichen Fälle, in denen mehrere enthaltene Anleihen gleichzeitig ausfallen. Deshalb gilt: Einen vorzeitigen Verkauf nach Möglichkeit vermeiden.

Am Namen erkennst du sofort, was Sache ist

Damit du beim Stöbern auf ETF-Plattformen nicht den Überblick verlierst: Die drei Typen verraten sich schon durch ihren Namen.

Klassische Anleihe-ETF tragen „Bond“ im Namen. „Corp Bond“ steht für Unternehmensanleihen, „Govt Bond“ für Staatsanleihen. Manchmal gibt auch die Laufzeit der enthaltenen Anleihen einen Hinweis, zum Beispiel „10-15Y“ für zehn bis fünfzehn Jahre Restlaufzeit.

iBonds erkennst du daran, dass der Fälligkeitstermin direkt im Namen steht, zum Beispiel „Maturity Dec 2027“ oder „Dec 2028“. Bei iShares steht sogar der Begriff „iBond“ explizit im Namen. Außerdem erkennst du im Namen die Währung, die Ausschüttungsart und ob es sich um Staats- oder Unternehmensanleihen handelt.

Geldmarkt-ETF tragen Begriffe wie „Overnight“, „0-1yr“, „3 months“, „Money Market“ oder „Cash“ im Namen. Alles, was auf sehr kurze Zeiträume hinweist, ist ein sicheres Zeichen.

So kaufst du einen iBond: Schritt für Schritt

  1. Fälligkeitsdatum wählen: Überlege dir vorab, wann du das Geld brauchst. Das Datum bestimmt alles. Willst du 2028 ein Haus kaufen, suchst du einen iBond mit Fälligkeit Dezember 2027 oder Dezember 2028.
  2. Art des Anleihe-ETF wählen: Unternehmensanleihen (Corporate Bonds) oder Staatsanleihen (Government Bonds)? Unternehmensanleihen bringen mehr Rendite, tragen aber etwas mehr Ausfallrisiko. Staatsanleihen sind konservativer. Keine Panik, beides ist für dich in Ordnung. Entscheide noch, ob du einen thesaurierenden oder ausschüttenden iBonds suchst.
  3. Konkreten iBonds anhand YTM auswählen: Hier auf justetf.com findest du eine Liste aller iBonds. Filtere dort nach deinem gewünschten Fälligkeitsjahr und vergleiche die YTM. Die höchste YTM gewinnt (sofern die Bonität der enthaltenen Anleihen passt; beide Infos findest du im Factsheet).
  4. Währung prüfen: Steht „EUR Hedged“ im Namen? Gut. Wenn nicht und der ETF enthält Dollar-Anleihen, hast du ein Währungsrisiko. Das willst du bei einem kurzen Anlagezeitraum und einer planungsrelevanten Summe vielleicht nicht.
  5. Kaufen und liegen lassen: Den iBond kaufst du genauso wie jeden anderen Aktien- oder Anleihe-ETF in deinem Depot über die Suchfunktion deines Brokers, mit der ISIN aus dem Factsheet. Dann: nicht anfassen bis zur Fälligkeit. Wie du weißt, musst du nicht nervös werden, wenn die Rendite schwankt.
  6. Auf Rückzahlung warten: Wenn der Fälligkeitstermin erreicht ist, löst sich der iBond automatisch auf. Du musst nichts tun, nichts verkaufen, nichts beantragen. Der ETF-Anbieter wickelt alles ab: Die enthaltenen Anleihen werden zum Nennwert zurückgezahlt, und dein eingezahltes Kapital (plus die aufgelaufenen Zinsen, abzüglich Steuern) landet automatisch auf deinem Verrechnungskonto. Genau wie beim Auslaufen eines Festgeldkontos.

Was du dann mit dem Geld machst, liegt bei dir: reinvestieren, ausgeben oder den nächsten iBond kaufen.

Fazit: Anleihe-ETF ist nicht gleich Anleihe-ETF

Wenn du Anleihe-ETF kaufst, ohne zu wissen, welcher Typ gemeint ist, machst du schnell den falschen Griff. Der klassische Anleihe-ETF gehört als langfristiger Baustein ins Portfolio, hat aber dauerhaftes Kursrisiko. Der iBond ist die clevere Wahl, wenn du ein konkretes Zieldatum hast und planbare Rendite willst, eine echte Festgeld-Alternative mit Streuung. Und der Geldmarkt-ETF ist kein Investmentprodukt im eigentlichen Sinne, sondern dein bequemes Zwischenlager für Geld, das du bald wieder brauchst.

Das Gute: Du musst dich nicht für einen entscheiden. Die drei Typen ergänzen sich wunderbar und können gleichzeitig verschiedene Aufgaben in deinem Depot übernehmen.

Häufige Fragen zu Anleihe-ETF

Was ist der Unterschied zwischen einem Anleihe-ETF und einem iBond?

Ein klassischer Anleihe-ETF hat keine feste Laufzeit und tauscht seine Anleihen laufend aus. Ein iBond ist ebenfalls ein Anleihe-ETF, hat aber ein festes Fälligkeitsdatum und hält seine Anleihen bis zum Ende. Das Ergebnis: Bei einem iBond steht deine Rendite von Anfang an fest, beim klassischen Anleihe-ETF schwankt sie mit dem Markt.

Ist ein Anleihe-ETF sicher?

Sicherer als Aktien, aber nicht risikofrei. Ein klassischer Anleihe-ETF schwankt im Kurs, besonders wenn die Leitzinsen steigen. Ein iBond ist deutlich planbarer, weil du bei Haltung bis zur Fälligkeit weißt, was du zurückbekommst. Das verbleibende Risiko ist ein Ausfall einzelner enthaltener Anleihen, was bei breit gestreuten ETF mit Investment-Grade-Anleihen sehr unwahrscheinlich ist.

Geldmarkt-ETF oder Anleihe-ETF: Was ist die bessere Wahl?

Das kommt ganz auf deinen Zeithorizont an. Einen Geldmarkt-ETF nutzt du für kurzfristiges Parken von Geld, das du in weniger als einem Jahr brauchst. Fällt der Leitzins, fällt auch deine Rendite sofort. Einen Anleihe-ETF oder iBond wählst du, wenn du Geld für mindestens zwei bis drei Jahre anlegen und von stabilen Zinsen profitieren willst. Die beiden Typen sind kein Entweder-oder, sondern für verschiedene Töpfe gedacht.

Für wen ist ein Anleihe-ETF geeignet?

Ein klassischer Anleihe-ETF passt zu dir, wenn du dein Portfolio langfristig breiter aufstellen willst und Anleihen als Gegengewicht zu deinen Aktien nutzt. Ein iBond als spezielle Form des Anleihe-ETF ist besonders interessant, wenn du ein konkretes Finanzziel mit Datum hast oder eine Festgeld-Alternative mit besserer Streuung suchst. Der Geldmarkt-ETF als dritte Variante eignet sich für alle, die Geld kurzfristig sicher parken wollen.

Wie finde ich den richtigen Anleihe-ETF für mich?

Starte mit der Frage: Wann brauche ich das Geld wieder? Wenn du kein konkretes Datum hast und langfristig investierst, schau dir klassische Anleihe-ETF an. Wenn du ein Datum hast, filtere nach iBonds mit passendem Fälligkeitsjahr. Für kurzfristiges Parken such nach Geldmarkt-ETF. Die wichtigste Kennzahl beim iBond ist immer die YTM (Effektivverzinsung), die dir die tatsächliche Rendite bis zur Fälligkeit zeigt.

Hallo, hier schreibt Karina!

Hi, ich bin Karina Metzdorf: zertifizierte Börsenhändlerin und Finanzanlagenfachfrau (IHK), Diplom-Ingenieurin und seit 2012 aktive Investorin mit eigenem Depot.

Ich investiere selbst in Aktien, ETF und Bitcoin und teile hier mein Wissen mit dir: praxisnah, mit System und einer Prise Humor.

Ich bin regelmäßig zu Gast als TV-Expertin bei ntv und schreibe eine monatliche Kolumne für Finanzielle.

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