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Kinderdepot eröffnen & Frühstartrente nutzen: So bekommt dein Kind einen finanziellen Frühstart

Kinderdepot eröffnen & Frühstartrente nutzen: So bekommt dein Kind einen finanziellen Frühstart

Sind wir doch mal ehrlich: Die Rente ist ganz sicher nicht sicher.

Nicht für uns und erst recht nicht für unsere Kinder.

Die Geburtenzahlen sinken, die Bevölkerung altert, und die gesetzliche Rente wird schon heute mit rund 130 Milliarden Euro Steuergeld pro Jahr künstlich am Leben gehalten. Wir wissen also längst: Unsere Kinder werden später deutlich mehr selbst vorsorgen müssen als jede Generation vorher.

Genau deshalb stellst du dir bestimmt schon jetzt die wichtigste Frage von allen:

Wie kann ich meinem Kind später ein Stück finanzielle Freiheit schenken?

Die Antwort darauf ist überraschend einfach:

Ein Kinderdepot eröffnen!

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du deinem Kind einen echten Vermögensvorsprung schenken kannst. Und dafür weder viel Zeit benötigst, noch großen Aufwand leisten musst und erst recht nicht große Beträge zahlen musst.

Was ist überhaupt ein Kinderdepot?

Ein Kinderdepot ist im Kern nichts anderes als ein ganz normales Wertpapierdepot, das auf den Namen deines Kindes läuft. Und genau das ist der entscheidende Punkt:

Das Geld gehört deinem Kind. Nicht dir.

Warum ist ein Kinderdepot eröffnen so wichtig?

  • Weil dein Kind damit schon früh Vermögensaufbau erlebt.
  • Weil die lange Laufzeit (dein Kind hat viele Jahre Zeit) den Zinseszins so richtig arbeiten lässt.
  • Weil der aus kleinen Beträgen große Summen macht.
  • Und weil du deinem Kind nicht „einfach nur Geld schenkst“, sondern einen echten finanziellen Startvorteil.

Viele Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder später einmal frei entscheiden können: Ausbildung, Studium, Auslandsjahr, erstes Auto, erste Wohnungseinrichtung… all das wird nach dem Kinderdepot eröffnen realistisch!

Deshalb ist ein Kinderdepot eröffnen eine gute Idee

Ein Kinderdepot ist nicht nur eine schöne Idee, sondern eine der wirksamsten Finanzentscheidungen, die du für dein Kind treffen kannst. Und zwar aus drei Gründen: Zeit, Wachstum und Steuervorteile.

1. Die Zeit arbeitet für dein Kind

Je früher du ein Kinderdepot eröffnest, desto mehr Jahre hat das Geld, um zu wachsen. Und genau hier liegt die Magie:

Denn ein langer Anlagehorizont lässt selbst kleine monatliche Beträge richtig groß werden.

Ein Beispiel:

  • Aus 100 Euro pro Monat werden in 5 Jahren bei 8 % Rendite bereits 7.345 Euro. Du hast 6.000 Euro eingezahlt und 1.345 Euro Zinsen bekommen.
  • Investierst du 18 Jahre lang jeden Monat 100 Euro, entstehen bei 8 % Rendite ganze 46.888 Euro. Davon hast du nur 21.600 Euro eingezahlt, der ganze Rest sind Zinsen! Du bekommst also mehr Zinsen, als du einzahlst!

Das ist die magische Macht des Zinseszinseffekts.

2. Kapitalerträge werden auf den Namen des Kindes versteuert

Das Kinderdepot wird auf den Namen des Kindes eröffnet. Das Geld im Kinderdepot gehört also rechtlich dem Kind. Und folglich sind die Gewinne auch vom Kind zu versteuern. Und das ist ein großer Vorteil! Denn:

Jedes Kind hat seinen eigenen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr.

Das bedeutet konkret: Erträge aus den Gewinnen im Kinderdepot, also Kursgewinne und Dividenden, bleiben bis zu dieser Grenze komplett steuerfrei.

Bei einem langen Anlagehorizont ist das ein echter Vorteil. Denn jeder Euro, den du nicht an Steuern abgibst, arbeitet im Depot weiter für dein Kind.

3. Warum das alles zusammen so stark ist

Wenn du früh ein Kinderdepot eröffnest, nutzt du:

  • viele Jahre Wachstum an der Börse
  • den steuerlichen Vorteil des eigenen Sparerpauschbetrags
  • und die Tatsache, dass selbst kleine Sparraten über die Zeit enormes Potenzial haben

Ein Kinderdepot eröffnen bedeutet, deinem Kind heute schon einen Grundstein für seine finanzielle Freiheit in Zukunft zu legen.

Wann lohnt es sich, ein Kinderdepot zu eröffnen?

Ein Kinderdepot eröffnen lohnt sich immer und zwar schon früher, als viele denken. Wobei der wichtigste Grund nicht das Steuern sparen ist, sondern langfristiger Vermögensaufbau. Trotzdem spielt der steuerliche Vorteil eine große Rolle, und genau hier hilft ein Blick auf die Zahlen.

Wie viel Vermögen braucht eigentlich ein Depot, um überhaupt 1.000 Euro Kapitalerträge zu erzielen?

Der Sparerpauschbetrag jedes Bürgers beträgt 1.000 Euro pro Jahr. Also deiner, und auch der deines Kindes.

Doch wie viel Geld müsste überhaupt investiert sein, damit diese 1.000 Euro ausgeschöpft werden?

Hier ein paar Richtwerte (Kursgewinne nicht berücksichtigt, also keine Verkäufe):

  • Wenn das Depot Aktien enthält, die 3 % Dividende bringen: 33.000 Euro investiert
  • Bei ausschüttenden ETF mit 3 % Dividende: ca. 47.600 Euro investiert
  • Und bei thesaurierenden ETF (Annahmen sind 8 % Wertsteigerung, 2,29 % Basiszins): ca. 62.400 Euro investiert

Ein eigenes Kinderdepot eröffnen lohnt sich, wenn du & dein(e) Kind(er) zusammen absehbar über diesen Beträgen liegt.

Für viele Familien allerdings sind diese Beträge unerreichbar hoch. Darunter könnten auch die Wertpapiere des Kindes im Depot der Eltern verwahrt werden, ohne jemals Steuern zu zahlen. Und trotzdem hat das Kinderdepot drei unschlagbare Vorteile, die Eltern- und Gemeinschaftsdepots nie bieten können:

1. Eigentumsklarheit: Das Geld gehört dem Kind

Im Erwachsenendepot der Eltern gehört das Vermögen rechtlich den Eltern. Bei Streit, Trennung, Insolvenz oder Tod ist das ein echtes Risiko.

Ein Kinderdepot dagegen ist rechtlich sauber getrennt:

  • Das Vermögen gehört ausschließlich dem Kind.
  • Es ist vor Zugriff Dritter geschützt.
  • Und die Eltern verwalten es nur treuhänderisch.

Das ist DER größte Vorteil, den Eltern oft erst später erkennen.

2. Das Geld im Kinderdepot darf nicht für Alltagskosten zweckentfremdet werden

Legt man “für das Kind” einfach etwas im eigenen Depot zurück, passiert schnell Folgendes:

  • Fahrrad gekauft → “Nehmen wir vom Kindergeldanteil.”
  • Laptop für die Schule → “War ja für das Kind.”
  • Ferienfreizeit → “Zahle ich vom Depot-Zuwachs.”

In der Praxis verwischen die Grenzen.

Ein Kinderdepot eröffnen verhindert genau das. Den das Geld ist strikt für das Kind reserviert, die Eltern dürfen es nicht für Alltagsausgaben nutzen. Deshalb bleibt das Vermögen langfristig erhalten.

3. Transparenz & finanzielle Bildung

Wenn das Depot auf die Eltern läuft, sieht das Kind:

  • nichts
  • versteht nichts
  • lernt nichts

Ein Kinderdepot eröffnen ermöglicht dagegen:

  • Eine eigene Übersicht für das Kind
  • klare Nachvollziehbarkeit von Geschenken der Großeltern
  • erstes Kennenlernen der Börse
  • und super wertvolle Aha-Momente in der Jugend

Ein Kinderdepot ist also auch ein pädagogisches Werkzeug.

Ein Kinderdepot eröffnen geht wo und wie?

Ein Kinderdepot zu eröffnen ist zum Glück einfacher, als du denken magst. Meistens brauchst du keinen Banktermin, keinen Papierkram und schon gar kein Finanzwissen. Die meisten Anbieter regeln alles komplett digital in wenigen Minuten.

Damit du nicht lange suchen musst, findest du hier eine einfache Orientierung:

Wo kannst du ein Kinderdepot eröffnen?

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Anbietern:

1. Broker bei klassischen Banken

Viele Filial- und Direktbanken bieten Kinderdepot eröffnen an, zum Beispiel:

  • Comdirect
  • ING
  • Consorsbank
  • DKB

Vorteile:

  • alle Vermögenswerte auf einen Blick, wenn die Eltern auch bei diesem Broker sind
  • breites Wertpapier-Angebot
  • oft auch Sparpläne schon ab 25 Euro oder weniger

Nachteile:

  • etwas höhere Gebühren
  • manchmal weniger moderne Funktionen

Für viele Familien ist das dennoch der angenehmste Einstieg.

2. Moderne Online-Broker („Neo-Broker“)

Einige Neo-Broker erlauben ebenfalls ein Kinderdepot zu eröffnen, z. B.:

  • Scalable Capital
  • Trade Republic
  • Finanzen.net Zero

Vorteile:

  • sehr niedrige Gebühren, meist sogar kostenlos
  • moderne App
  • große ETF-Auswahl
  • perfekte Sparplan-Funktionen

Nachteile:

  • für das Kinderdepot eröffnen, müssen meist beide Eltern auch Depots bei diesem Neo-Broker haben
  • nicht alle Vermögenswerte auf einen Blick
  • der Kundenservice bei einigen Neo-Brokern steht derzeit stark in der Kritik

Worauf solltest du bei der Auswahl achten?

Ein guter Anbieter für ein Kinderdepot sollte:

  • kostenlose ETF-Sparpläne ermöglichen
  • keine Depotgebühr verlangen
  • eine breite ETF-Auswahl bieten
  • digitale Depoteröffnung ermöglichen
  • übersichtlich und einsteigerfreundlich sein

>> Schau dich hier bei diesem Vergleich nach dem besten Kinderdepot für dein Kind um

Aber denke dran: Es muss nicht der perfekte Anbieter sein. Es muss einfach ein Anbieter sein, mit dem du entspannt starten kannst. Denn das Wichtigste ist, dass du überhaupt ein Kinderdepot eröffnest.

Was brauchst du für die Depoteröffnung?

Für ein Kinderdepot werden folgende Daten benötigt:

  • Steuer-ID des Kindes
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • ggfs. Sorgerechtsnachweis oder Nachweis über das alleinige Sorgerecht
  • ggfs. Personalausweise der Eltern
  • Einzugskonto für den Sparplan

>> Die Depoteröffnung, und alles andere rund um das Kinderdepot, wie die Wertpapierauswahl, Steuertricks und böse Fallen, erkläre ich dir in meinem 60-min Video-Selbstlernkurs Kinderdepot online eröffnen

Kinderdepot & Frühstartrente kombinieren: So nutzt du beide Hebel

Der Staat plant, vorerst jedem Kind, das im Jahr 2020 geboren wurde, jeden Monat 10 Euro für das Investieren in Wertpapiere zu schenken. Das investierte Geld muss dann bis zum Rentenalter investiert bleiben. Diese sogenannte Frühstartrente soll 2026 kommen.

>> Lies hier weiter, wie die Frühstartrente sich lohnt, auch über die 10 Euro hinaus

Wie du hier in der Tabelle siehst, gibt es einen großen Unterschied zwischen Kinderdepot und Frühstartrente:

KinderdepotFrühstartrente
flexibles Vermögen fürs Lebenlangfristiges Altersvorsorge-Vermögen
nutzbar ab 18früh gebunden
ideal für Startkapital, Studium, Auslandsjahr, erste WohnungAuszahlung erst im späten Erwachsenenalter

Die Frühstartrente ist also eine Mini-Altersvorsorge für dein Kind. Das Kinderdepot ist eine Unterstützung für den Start ins Erwachsenenleben.

Und obwohl bisher noch wenig über die konkrete Ausgestaltung der Frühstartrente bekannt ist, wird es meiner Meinung nach nicht ohne Kinderdepot funktionieren.

Fazit: Ein Kinderdepot schenkt deinem Kind einen finanziellen Frühstart

Ein Kinderdepot eröffnen ist also ein Geschenk aus Zeit, Struktur und Weitsicht.

Du trennst das Vermögen deines Kindes sauber vom Familienbudget, bewahrst es vor „versehentlichem“ Ausgeben und gibst deinem Kind die Chance, früh zu erleben, wie Geld wachsen kann. Ganz ohne großen Aufwand oder große Summen, sondern einfach mit der Kraft des Zinseszinseffekts.

Und wenn du das Kinderdepot mit der Frühstartrente kombinierst, startest du sogar zwei Vermögensmotoren gleichzeitig: einen fürs Leben ab 18, und einen für das Leben danach.

Du siehst: du musst dafür nicht viel Geld haben, und schon gar nicht viel Zeit. Du musst einfach nur anfangen. Ich helfe dir mit einer klaren Schritt-für-Schritt-Anleitung, inklusive ETF-Auswahl, Steuertricks und Sofort-Umsetzung. In meinem Online-Selbstlernkurs wirst du in 60 Minuten startklar mit ETFs & Steuervorteilen. Hier geht’s zum Kinderdepot online eröffnen Videokurs.

Heute legst du den Grundstein dafür, dass dein Kind morgen freier entscheiden kann. 

FAQ

Brauche mein Kind ein eigenes Kinderdepot? Oder kann ich das Geld für mein Kind auch in meinem Depot anlegen?

Rein steuerlich kannst du kleine Beträge auch im eigenen Depot anlegen, ohne dass sofort Steuern anfallen. Erst ab einem investierten Vermögen von über 33.000 Euro lohnt sich das Kinderdepot steuerlich.
Aber: In deinem Depot gehört das Vermögen deines Kindes rechtlich dir, nicht deinem Kind. Bei Trennung, Insolvenz, Erbstreit oder Zweckentfremdung kann das problematisch werden.
Ein Kinderdepot trennt das Geld klar, schützt es und sorgt dafür, dass es wirklich beim Kind bleibt.

Ab wann lohnt es sich, ein Kinderdepot zu eröffnen?

Ein Kinderdepot eröffnen lohnt sich, sobald du Geld konsequent für dein Kind zurücklegen möchtest.
Das kann direkt nach der Geburt sein, muss es aber nicht. Auch ein Start mit 6, 10 oder 14 Jahren ist sinnvoll, weil jedes Jahr für den Zinseszinseffekt zählt.
Wichtig ist nicht der perfekte Zeitpunkt, sondern: anfangen.

Was passiert mit dem Kinderdepot, wenn mein Kind 18 wird?

Mit dem 18. Geburtstag gehört das Depot vollständig deinem Kind.
Es übernimmt dann das Depot, kann es weiter besparen oder über das Geld verfügen
Als Eltern endet am 18. Geburtstag deines Kindes die Verwaltungsbefugnis. Viele Familien nutzen diesen Moment für ein gemeinsames Gespräch über Geld, Verantwortung und Ziele.

Kann ich Geld aus dem Kinderdepot im Notfall wieder entnehmen?

Nein, nicht einfach so. Nach dem Kinderdepot eröffnen gehört das Vermögen dem Kind und darf nicht für Alltagskosten genutzt werden.
Ein Kinderdepot ist also bewusst langfristig geschützt.

Muss ich ein Kinderdepot eröffnen um von der geplanten Frühstartrente zu profitieren?

Ich denke ja. Obwohl die konkrete Ausgestaltung der Frühstartrente derzeit noch offen ist, wird es vermutlich nicht ohne Kinderdepot gehen.
Deshalb solltest du dich jetzt schon vorbereiten und ein Kinderdepot eröffnen.

Hallo, hier schreibt Karina!

Hi, ich bin Karina – Ingenieurin, Hundemama, Börsenhändlerin und seit 2012 leidenschaftliche Investorin. Ich kenne die Achterbahnfahrten an der Börse sehr gut. Hier zeige ich dir, wie du trotzdem mit Spaß und System dein Vermögen aufbaust und dabei Selbstbewusstsein gewinnst. Bei mir gibt’s Finanzwissen ohne Fachchinesisch, dafür mit einer großen Portion Pinkpower. Meine Mission: Frauen verbinden, die Spaß am Investieren haben!

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